Das Recht unter der Photovoltaik zu wohnen

Ein Bauer hat das Recht zur Bewirtschaftung seines Landes auf seinem Grünland zu bauen. Wir leiten daraus das Recht ab, unter der Photovoltaik wohnen zu dürfen.



  Strenge Limitierung gegen Missbrauch


Wo es eine tolle Möglichkeit zum Geld sparen gibt, dort ist natürlich der Missbrauch nicht weit. So gab es 1978 bis 1992 eine Luxus-MWST von 32% auf PKW. Dabei sind in Österreich nur Busse und LKW von Vorsteuerabzugsberechtigt. Bald mußte sich damals der österreichische Finanzminister darüber wundern, dass Porsche als LKW angemeldet wurden.

„Vorsteuerabzugeberechtigt“ war dann in Österreich ein Zauberwort beim Autoverkauf. Die schönste Art zum Steuern sparen war der Renault Espace, der mit seinen 7 Sitzen als vorsteuerabzugsberechtigter Bus galt. Wenn man da 1990 beim Modezentrum Bergheim vorbei fuhr, sah es am Parkplatz so aus, als wäre gerade ein Renault Espace Fan Treffen. War es irgendwie auch, all die kleinen Ladenbesitzer hatten sich für den Espace als die schönste und praktischste Art zum Steuer sparen entschlossen. Renault verkaufte deswegen in Österreich mehr Espace als in Deutschland, so weit zur Wirksamkeit von derartigen Anreizen.

Da gibt es in Salzburg bei der Staatsbrücke eine Ladestation für Elektroautos. Ich wundere mich immer wieder, über Elektroautos mit 500 km Reichweite und Kennzeichen Salzburg Stadt, die dort laden.

Daher werde ich als erstes den Schutz vor Missbrauch formulieren, bevor mir ein Politiker die Frage stellt „Was tun, wenn dann jemand seine Luxus Villa mit 5 kW Alibi Photovoltaik ins Grünland knallt“.

  Mindestens 300 Watt pro m² Wohnfläche


Nichts da, mit ein bisschen Alibi-Photovoltaik. 300 Watt pro m² Wohnfläche sind nur mit hochwertigen Modulen und der gesamten Dachfläche zu erreichen. Bescheidene 60 m² Wohnfläche lassen sich da mit 18 kW Photovoltaik realisieren.

  Mindestens 250 Watt pro m² überbauter Fläche


Garage und sonstige Nebengebäude? Kein Problem, es sind nur 250 Watt Photovoltaik pro m² überbauter Fläche zu installieren.

  Höchstens 1,2 Tonnen Baumaterial pro kW Peak


In allen Baumaterialien steckt die für die Herstellung benötigte Energie drinnen. All die Photovoltaik muss so als erstes die zur Herstellung nötige Energie wieder kompensieren, erst dann wird die Bilanz positiv. Damit dies möglichst schnell passiert wird die Menge an Baumaterial für Häuser nach dem „Das Recht unter der Photovoltaik zu wohnen“ streng begrenzt: nur 1,2 Tonnen Baumaterial pro kW Peak. Bei konventioneller Bautechnik bekommt man da nicht einmal mehr ein Betonfundament hin. Wozu auch, es gibt da billigere und effizientere Methoden.

  Politische Forderung: 20% der erforderlichen Photovoltaikausbaus mit LfE


Die für den Klimaschutz erforderlichen Ausbauziele sind ein vielfaches des derzeitigen Ausbaus. Um einen entsprechenden Anreiz zu schaffen sollen speziell im Nahbereich um hochpreisige Ballungsräume „Land für Energie“ Siedlungen genehmigt werden.

Pro GW Ausbauziel wären 20% 200 MW aus „Land für Energie“ Siedlungen. Dafür wären 3 bis 5 km² Flächen pro Jahr nötig.

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